|
Glenn Kaiser in Hannover - Video |
|
|
Bernd Draffehn - Videos |
|
|
Eden 1978-1982 |
Yavannah 1984 |
|
Veranstaltungen 2009 |
Meine Top Twenty Alben (säkular) Stand: 10.09.2009
1. Udo Lindenberg - Stark wie Zwei
2. Gov’t Mule - High and mighty
3.
Johnny Winter - Second Winter
4.
Porcupine Tree - Lightbulb sun
5.
The Mars Volta -
6.
King Crimson - The Power to Believe
7.
Life on Earth - Look there's Life on Earth!
8.
Lou Reed - Transformer
9.
Mahavishnu Orchestra - Inner mounting flame
10.
The
Rolling Stones - Beggars Banquet
11.
The
Nice - Five Bridges
12.
The
Small Faces -
13.
Steppenwolf
- Monster
14.
Spooky
Tooth - Best Of
15.
Tom
Petty - Greatest Hits
16.
Robi
Zonca - Rebel
17.
Neil
Young - Harvest
18.
Klaus
Doldinger - Passport I
19.
John
Frusciante - To record only Water for Ten Days
20.
Carlos
Santana / John Mc Laughlin - Love, Devotion & Surrender
Kurzvideo vom Konzert
in Hannover 13.03.2006
Meine christlichen Charts (Album)
1. Daniel Amos - Shotgun Angel www.danielamos.com
2. Bryn Haworth - Sunny side of the street official Bryn Haworth Site
3. Randy Matthews - Eyes to the Sky
7. Glenn Kaiser Carolina moon (Hardrock) www.glennkaiser.com
8. Darrell Mansfield - Blues with a Feeling'
9. Jean Shy - ready for love www.jeanshy.com
10. Michael Omartian - White Horse
11. Michael Omartian - Adam again
12. Larry Norman - Only visiting this planet
13. Phil Driscoll - Warrior www.phildriscoll.com
14. Lost Dogs - scenic routes (Für Gourmets) www.thelostdogs.com
15. Kevin Prosch – Palanquin http://www.kevinprosch.com/
16. Bob Dylan - Slow train coming
17. Johnny Cash - American IV http://www.johnnycash.com/
18. White heart - Tales of wonder - http://www.whiteheart.com/
19.
20. DC Talk - Jesus Freak http://www.dctalk.com/
Vor ein paar Jahren, als ich die Freude am Musikmachen (Lobpreis) völlig verloren hatte, kamen mir eines abends nach dem Genuss einiger Gläser Rotwein einige gute Freunde der Vergangenheit in den Sinn. Ich begann mich zu fragen, warum der Kontakt zu manchen Leuten eigentlich abgebrochen war und kam auf die Idee, mal im Telefonbuch nach meinem alten Kumpel Pico zu suchen.
Er war sehr erstaunt, nach ungefähr 20 Jahren oder mehr meine Stimme zu hören, aber wir verabredeten ein Treffen, was denn auch sehr gemütlich war. Er spielte mir ein Tape seiner alten Band, der Scarlet -Anvil- Band vor, was mir sehr gefiel, weil es noch guter, handgemachter Bluesrock mit echt antikem Röhrensound war! Ich willigte ein, mal im Übungsraum vorbeizuschauen, um eventuell eine kleine Session zu machen. (Ich war in der Jugendzeit in unserer damaligen Clique Bassmann gewesen) Es machte viel Spaß, mal wieder den Blues zu zupfen, und da die S.A.B. damals nur aus 2 Gitarristen und einem halben Bassmann bestand (Hanno), nagelte mich Pico nach kurzer Zeit fest, doch regelmäßig mitzuüben.
Seitdem hatte ich wieder viel Spaß beim musizieren, obwohl wir es bisher noch nicht auf irgendeine Bühne geschafft haben. Immer liefen uns die Schlagzeuger und Sängerinnen wieder davon.
Latest News: Mittwoch, 24. Juni 2009. Ich bin mittlerweile das ewige hin und her satt und aus der Band ausgestiegen. Es war eine schöne Zeit.
Danke an Pico, Uwe und Hanno. Uwe rockt nun weiter mit den Tinitussis und Pico versucht mal wieder von Neuem die Band wieder zu beleben.
Don Ralfo wünscht viel Glück!
DIE BLUESGARAGE in Isernhagen
bei Hannover ist seit ein paar Jahren irgendwie zu meinem erweiterten
Wohnzimmer geworden, meine 2. Heimat, ein Platz zum Entspannen und absoluten
wohlfühlen.
Wenn die Konzerte nicht den Rahmen meiner Finanzen sprengen würden, wäre ich wohl jede Woche dort bei einem Live-Konzert. (Wobei ich sagen muss, daß für die musikalische Qualität, die ich dort geboten bekam, der Preis mehr als angemessen war.
Die Bluesgarage wird von einem überaus sympathischen Ehepaar betrieben, die für eine familiäre Atmosphäre, Kerzenschein, gutes Bier und phantastische Musik sorgen. Ein großer Schäferhund war manchmal da, wenn es leer war.
Henry, der Wirt ist Amerika- und Harley Davidson Fan, was man an der übergroßen Freiheitsstatue und dem Star-Spangeld-Banner an der Wand erkennen kann. Im Vorraum steht eine gigantische Stretchlimousine, mit der wohl manchmal Musiker abgeholt werden. Ich glaube allerdings nicht, da? sich Henrys Amerika-Begeisterung bis auf George W. Bush erstreckt sondern mehr der dortigen Musik gilt.
Der Raum ist gefällt mit alten Dampfradios, einer Zapfsäule, Sofas und Kneipentischen mit Kerzenschein. 2 überlebensgroße Bluesbrothers sitzen auf dem Balkon neben dem Mischpult, das in den Bug eines Cabriolets eingebaut ist. Chevy oder Cadillac?
Die Bühne ist mit einer hervorragenden Soundanlage ausgestattet, die für reichlich Dampf sorgt. Man kann von fast überall die Musiker sehr gut sehen und Ihnen auch mal die Hand schütteln, weil es keinen Hinterausgang gibt, und sie sich den Weg durchs Publikum bahnen müssen.
Musik hautnah erleben. Manchmal das Gefühl, als ob die Rocklegenden in deinem Wohnzimmer auftreten. Du sitzt gemütlich bei Kerzenschein auf dem Sofa, trinkst eine kühles Helles, und 5 Meter weiter rockt Lesley West, Carl Palmer, Popa Chubby, Brian Auger, Spencer Davies, oder Eric Burdon.
Man fasst es manchmal einfach nicht, so Affengeil sind die Konzerte!
Mein Freund Alex hat es mal so ausgedrückt: Manchmal finde ich die Musik so abgefahren überirdisch gut, da? ich am liebsten auf die Bühne springen und mit nacktem Arsch dazu tanzen möchte.
Peter Green und Splinter Group
Peter Green:
Mein erstes Konzert in der Bluesgarage. Der Raum gerammelt voll, die Splinter Group hat solide gerockt . Sympathische Jungs. Der Bassmann spielt fretless. Peter Green wirkt ziemlich dick und aufgedunsen, er wird von einem jungen Mann auf die Bühne geleitet, der ihm auch die Gitarren stimmt und anreicht. Der 2. Gitarrist aus Amerika spielt sehr gefühlvoll und melodisch. Ich warte auf die alten Hits wie Albatros und Oh Well. Doch was ist das? Peter Green spielt sehr leise, zurückhaltend und irrt irgendwie unsicher übers Griffbrett. Der andere Gitarrist übernimmt sämtliche Soli, die ich eigentlich von Peter hören wollte. Der macht das ja nicht schlecht, aber Peter wirkt seltsam abwesend und psychisch krank. Wie unter Psychopharmaka. Schade, ich höre zwar wirklich gute Musik, fühle mich aber dennoch leicht verschaukelt, weil ich an die unendlich einsamen Soli aus der alten Zeit denken muß, mit viel Hall unterlegt. Nach allem was ich über ihn gelesen hatte war Peter mir sehr sympathisch ? er wollte damals bei Fleetwood Mac sämtliche Gagen für arme Leute Spenden usw. bekam dann schwere Depressionen. Schön, daß er wieder auf der Bühne ist. Das ist sicherlich wie Therapie für ihn. - War aber für mich ziemlich traurig.
Henry hatte in der Einladung für das Konzert geschrieben, da? sich jeder, der dieses Konzert verpasst, selbst in den Arsch treten sollte...
Und er hatte völlig recht damit! Dieser Bluesrockgitarrist war bis dato das Geilste, was ich bisher je mit sechs Saiten habe hantieren sehen. Leider müssen sich ziemlich viele Leute meiner Meinung nach in den Hintern treten, denn es hatten sich nur vielleicht 30 Leute in die Garage verirrt.
Meiner Meinung nach ein krimineller Akt! Denn was die Leute 3 Stunden lang geboten bekamen, war Blues und Rock vom Allerfeinsten. Eine solide Rhythmusgruppe, ein hervorragender Keyboarder und ein genialer Gitarrist, der Dich sowohl schwindelig spielen konnte, als auch wunderschöne getragene langsame bluesige Soli voller Herz und Schmerz zelebrierte.
Die schnellen Parts erinnerten mich zeitweise an den guten alten Alvin Lee in seiner besten Zeit und die langsameren Bluesstücke ließen den Mississippi durch den Raum rollen.
Unvergleichlich gut bediente er den Slidefinger. Da ist ein Vergleich mit Douane Allman durchaus angebracht.
Ich hatte vorher noch nie eine band gesehen, die so voller Spielfreude agierte, und das vor einer erbärmlichen Kulisse. Der Keyboarder, der ständig so aussah, als würde er auf seiner Tastatur mit äußerster Genauigkeit kostbare Briefmarken sortieren, lieferte sich mit Mick exzellente Soloduelle im Frage und Antwortstil. Power und Leben pur.
Ich saß mit meiner süßen Frau allein auf dem großen Sofa hinten im Raum mit völlig freier Sicht zur Bühne, weil da niemand stand, und hatte das Gefühl, daß dort die beste Band der Welt ausschließlich für uns in unserem gemütlichen Wohnzimmer auftrat und fühlte mich dadurch ziemlich geehrt.
Nach etlichen Zugaben und mit völlig durchgeschwitzem Hemd verabschiedete sich Mick Clarke mit einem freundlichen God Bless you all.
Das war ein denkwürdiger Abend!
Larry Garner
Na, was sagt uns dieses Foto? Feeling, Leiden, Schmerz, Liebe, Leben, Blues - Oh Mama!
Wenn ich dieses Bild sehe, kann ich es wieder fühlen - diesen unvergesslichen Abend - den Blues!
Larry Garner kommt aus Louisiana, wo noch die Schaufelraddampfer den Mississippi herunterschaukeln und spielt den schwärzesten Delta-Blues, den man sich nur vorstellen kann. Niemals vorher habe ich so was Authentisches gehört. Voller Humor, Leidenschaft und Spielfreude erzählt dieser Mann musikalische Geschichten aus seinem Leben und dem Leben der Schwarzen in den Südstaaten. Gitarrenspiel, Gesang und das Erzählen von selbsterlebten Storys sind eine homogene Einheit und kommen von ganz tief unten aus der Seele. Zum Beispiel trifft er in einer Pause eines Konzerts auf dem Klo einen „Bull Rider“, so einen waschechten Rodeo-Cowboy von der Sorte, die eigentlich nur Country hören und im Süden schon mal ganz schön rassistisch sein können. Der schüttelt ihm mit seiner Riesenpranke die Hand und bekennt ihm, daß er zu Hause auch viele Bluesplatten hat und den Blues liebt. „A Bull Rider!“ Oh my, a bull rider!
Oder er erzählt von der Arbeit in der Chemiefabrik, wo er sich früher seine Brötchen verdient hat.
Für mich ein ganz Großer des Blues. Sympathisch, bescheiden und Vollblutmusiker.
Von diesem Feeling und der Atmosphäre, die dieser Mann rüberbringt, könnten die Geldscheffelnden Superrockstars noch jede Menge lernen!
In der Pause und nach dem 3 Stundenkonzert mit etlichen Zugaben schüttelt der Mann noch jede Menge Hände und sagt: „Thank you, for supporting the Blues!“ Ich konnte nicht anders und mußte den Mann umarmen und einmal feste drücken.
Fährmannsfest 2009 – Woodstock lässt grüßen
Ich
war schon so gegen 18:00 Uhr auf der Wiese am Leinerand und bekam noch die Death-Metal Band "Magna Mortalis"
mit. War gar nicht mal laut! Die üblichen schnellen Beats der Basedrum mit der Schummelmechanik (Fußpedal) sowie das
übliche Gegrunze. Na ja.
Danach "Cosmic Tribe"
mit angeblichem Hippie Space Rock. Konnte weder Spaciges noch Hippiehaftes
ausmachen. Davon hatte ich mir mehr versprochen.
Dann die Gruppe Hämatom, die in Verkleidung auf die Bühne kam mit Metal-Punk. (Es tanzt der Bi-Ba-Butzemann). Der Sänger
bemühte sich redlich, ein wenig Hass, Ablehnung und Wut unters Volk zu bringen
und tanzte wie Rumpelstilzchen auf der Bühne herum, wobei er "leck mich,
Du Wichser, leck mich" herumgrölte. Allerdings waren die Meisten Zuhörer
mehr auf dem "Peace Train" und nur Wenige
Punks und Metaller vor der Bühne ließen sich aufstacheln. Na ja, wenigstens ein
wenig unterhaltsam wars ja.
Sodann erstürmte "Nikki Puppet" die Bühne, die einen halbwegs
brauchbaren Gittaristen aufzubieten hatten. Ansonsten war
nur der Rosa-Bass der hübschen Blondine und das Tigerröckchen der Frontfrau
sehenswert. Gähn!
Die alten Hasen mußten es dann richten. "Ten Years
After!" Obwohl nur noch 3 Herren der legendären Woodstock
Formation dabei waren, ließen die Oldies es gehörig krachen!
Davor gab es nur laute Töne auf der Stage, nun
erklang richtige MUSIK!
Der neue Gitarrist und Sänger (Joe Gooch) hat eine
wesentlich bessere Stimme als Weiland Alvin Lee und bediente die Gitarre
mindestens ebenso schnell, fetzig und bluesig. Auch
das Blues-Feeling kam in den langsameren Stücken voll zur Geltung. Ich habe
Alvin Lee nicht vermisst.
Der Schlagzeuger war ein richtiger Teufelskerl, der ein langes Solo wie in der
guten alten Zeit brachte, daß wirklich hörenswert war - ein Könner!
Mal psychedelisch, mal Boogie oder Blues in schneller und langsamer Variante - und
alles auf Weltklasse-Niveau! So viel gute Musik habe ich für 5 € jedenfalls
noch nie gehört.
Ich erwartete ja irgendwie so eine Art Oldie-Parade von der Band, aber die
Jungs haben sich erheblich weiterentwickelt und nicht stagniert. Da gibt es
einige neuere Alben am Start und von denen wurde auch einiges gespielt. Schön
aber auch, daß es Songs mit Wiedererkennungswert gab wie "Love like
a man", "Hear me calling", "Good morning
little schoolgirl"
und natürlich der legendäre Woodstock-Klassiker "I'm going Home".
So einige Riffs hatte ich eigentlich schon vergessen, aber die Erinnerung kam
schnell zurück.
Es hat sich mehr als gelohnt - Jungs, ihr dürft gern wiederkommen!
Kommen sie ja auch
bald - nur dann wird es in Northeim
wohl einen normalen Eintrittspreis geben. Selbst Schuld, wer so was verpasst.
Allerdings gibt es in Northeim dann auch noch ein paar andere Kracher zu
bewundern wie Wishbone Ash, Nektar und Tangerine Dream.
Aber Hippiemäßig und psychedelisch ging es auch beim
Fährmannsfest zu: Woodstock lässt grüßen. Wie Ten Years
After Blues, Boogie und Rock mit psychedelischen Songs vermischten war mehr als
hörenswert - es war der "Groove" (pure Lebensfreude)
Das Fest war rappelvoll und die Meute ging so richtig mit und zwar alt und
jung. (Tanzen, rufen, pfeifen und klatschen)
> Fotoserie: Impressionen vom
Fährmannsfest am 31.072009
(Der Sound der Videos ist grottenschlecht - das macht so ne kleine Digicam vor der Bühne halt nicht besser)