
1. Das Wort Kampf, daß Paulus hier
gebraucht, heißt im Urtext: Ringkampf oder Faustkampf, d.h. es ist ein
Nahkampf und kein Fernkampf, wo wir womöglich sicher in unserem Flugzeug
sitzend mit dem Joystick unsere intelligenten Bomben und Raketen abschießen.![]()
2. Unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut. Wir sollen nicht gegen
Menschen oder Tiere kämpfen, sondern gegen die geistigen Mächte der Bosheit in
der unsichtbaren Wirklichkeit.
3. Man kann sich als Christ diesem Kampf nicht entziehen. Es ist ein
Kampf, der uns von den Herrschern der Finsternis aufgezwungen wird, ob man es
nun bemerkt oder nicht!
Wer kämpft - kann gewinnen. Wer sich nicht wehrt - hat den Kampf schon
verloren.
Wie sieht denn dieser Kampf nun genau aus? Nehmen wir die Bibel wie
eine Art Fliegenklatsche in die Hand und hauen damit in der Luft rum? Paulus
sagt an anderer Stelle, daß er nicht wie einer ist, der Luftschläge ausführt.
ER spricht von mächtigen Waffen Gottes, die er ganz gezielt einsetzt, um
Bollwerke des Feindes zu zerstören.
Und wo sind diese Bollwerke?
2Kor 10,4 denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich,
sondern göttlich mächtig zur Zerstörung von Festungen; indem wir
Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich erhebt wider die Erkenntnis
Gottes, und jeden Gedanken gefangen nehmen unter den Gehorsam des Christus...
Diese Festungen und Bollwerke des Feindes befinden sich offensichtlich in
uns, genauer gesagt in unserem Verstand. Paulus nennt sie "Vernunftsschlüsse". Es handelt sich um Gedanken
und ganze Gedankengebäude in unserem Hirn, die gegen Gott und seine Weisheit
und Wahrheit gerichtet sind. Sie erheben sich gegen Gott und sein Wort. Es sind
Gedanken des Ungehorsams gegen Jesus und seine Lehre.
Wir meinen, es besser zu wissen als Gott. Wir denken logisch. Wir betrachten
die vermeintliche Realität und machen uns so unsere eigenen Gedanken darüber.
Wenn A gleich B ist, dann kommt C dabei heraus. Ist doch völlig logisch, oder?
Was sind Vernunftsschlüsse?
Wir geben uns selber die Antworten auf unsere Fragen, die uns Gott ja
augenscheinlich nicht beantworten will. Selbst ist der Mann - selbst ist
die Frau! Do it yourself.
Selbstverantwortung, Selbstverteidigung. Mach DEIN Ding! Jeder soll nach seiner
eigenen Facon selig werden...usw.usw.
Paulus hatte überhaupt nix gegen die Vernunft oder den Verstand. Im
Gegenteil, er riet den Korinthers sogar am Verstand vollkommen zu werden und
keine Kinder im Denken zu bleiben.
Er hatte nur was dagegen seine eigenen Gedanken und die eigene Vernunft über
die Weisheit und Wahrheit Gottes zu erheben. Er hatte was gegen die Arroganz
des Menschen, der sich für klüger hält als Gott und sein Wort.
Das ist unser Kampfplatz gegen die Mächte der Bosheit in der
Himmelswelt. Unsere Gedankenwelt, unsere Phantasie, unser Vorstellungsvermögen.
Doch Gott hat uns mächtige geistige Waffen für diesen Nahkampf gegeben, wir
brauchen nicht mit unserer Kraft und mit unseren Händen zu kämpfen sondern in
der Kraft des Heiligen Geistes mit Gottes Waffen und Gottes Mitteln.
Lust zu kämpfen? Lust zu gewinnen? Hoffentlich! Ich feuere Dich an, yeah!
Möge Gott dir Offenbarung über Deine Fragen und seine Antworten geben. Mögest
Du die Kraft und den Mut finden, Gott persönlich zu fragen und in seinem Wort
nach Antworten zu suchen. Möge er Dich von Deinen eigenen Ratschlägen erlösen
und Dir seine Ratschläge geben. Sein Name ist Wunderrat!![]()
Es
gibt einen geistlichen Kampf in den wir verwickelt sind, ob wir wollen oder
nicht. Das habe ich im letzten Artikel dargelegt. Andere Leute auf der Welt
lesen auch Bibel und haben Erfahrungen mit dieser Tatsache gemacht. Es ist
immer gut, das Wort Gottes ernst zu nehmen.
Allerdings gibt es auch Viele, die aus diesem geistlichen Kampf eine Art
Wissenschaft gemacht haben. Der Guru oder Gründer dieser Bewegung ist C.Peter Wagner, ein sehr respektabeler Christ und
Bibellehrer. Ich habe kein einziges Buch von ihm gelesen sondern bin in
langjährige Berührung mit seinen Adepten und den Adepten der Adepten gekommen.
Stark beeinflusst wurde ich durch Berthold
Becker und seiner Organisation "Fürbitte für Deutschland"
Berthold ist schon ein starker Typ und ein supernetter
Mensch.
Wir und andere sammelten uns unter der Fahne der "geistlichen
Kriegsführung", beteten anhaltend für die Errettung von Städten und
Ländern. Hauptsächlich aber für Deutschland.
Sehr wichtige Bibelstellen für unsere "geistliche Kriegsführung"
entnahmen wir dem Propheten Daniel. Daniel begegnet dem Engel Gabriel, der ihm
folgende Botschaft brachte:![]()
Dan 10,11 Und er sprach zu mir: Daniel, du vielgeliebter
Mann! Achte auf die Worte, die ich zu dir rede, und steh an deinem Platz! Denn
ich bin jetzt zu dir gesandt. Und als er dieses Wort mit mir redete, stand ich
zitternd auf. Und er sprach zu mir: Fürchte dich nicht, Daniel! Denn vom ersten
Tag an, als du dein Herz darauf gerichtet hast, Verständnis zu erlangen und
dich vor deinem Gott zu demütigen, sind deine Worte erhört worden. Und um
deiner Worte willen bin ich gekommen. Aber der Fürst des Königreichs Persien
stand mir 21 Tage entgegen. Und siehe, Michael, einer der ersten Fürsten, kam,
um mir zu helfen, und ich wurde dort entbehrlich bei den Königen von
Persien.
Daniel betete für sein Volk und bat Gott um Vergebung der Sünden des ganzes Volkes Israel. Darufhin wurde
der Engel zu ihm gesandt und wurde auf Grund des Kampfes in der Himmelswelt 21
Tage lang mit seiner Botschaft aufgehalten. Ein ungeheuerliches Ereignis mit
großen Konsequenzen für jeden, der für sein Land intensiv betet.
Ja Freunde, es ist in der Tat so, daß man nicht nur für sich selber und
sein eigenes Wohlergehen beten kann, sondern auch für Andere. Sogar für ganze
Städte, Regionen und Länder!
Aber wie kommt es, daß Gott dem Daniel nicht einfach direkt begegnet. ER ist
doch der Allmächtige, oder?
Ich weiß nicht viel über die Gründe, aber es ist ein typisches Muster in
der ganzen Bibel, daß Gott für alles und jeden seine Boten hat. Erstaunlich
aber wahr.
Vielleicht liegt es daran, daß wir Menschen einfach nicht in der Lage wären,
Gottes leibhaftige Gegenwart zu ertragen? Zu Mose
sprach er folgende Worte auf dessen Bitte, Gottes Herrlichkeit zu sehen:
2Mo 33,20 Dann sprach er: Du kannst es nicht ertragen, mein Angesicht zu
sehen, denn kein Mensch kann mich sehen und am Leben bleiben.
Zurück zum geistlichen Krieg in der Himmelswelt. Da kämpfen mächtige Engel
Gottes gegen Herrscher der Finsternis, die sich über spezifischen Ländern
aufhalten und diese geistig beeinflussen. Erschreckend, oder?
Ausgehend von der Bibelstelle in Epheser 6.12, die ja behauptet, daß wir uns im
Nahkampf mit derartigen Mächten befinden, fingen wir nun an im Gebet gegen
diese unbekannten Mächte vorzugehen. Wir versuchten herauszufinden, warum sie
ein Anrecht hatten, über bestimmte Städte und Länder zu regieren.
Wir setzten Mächtige über Städten und Nationen ab und den Geist Gottes und
seine Engel ein.
Alles im Namen Jesus. Wir waren so richtige Ghost-Busters.
Überall spürten wir die Machenschaften des Teufels und seiner dunkelen Fürsten auf, um sie im Gebet zu bekämpfen.
Aufregend, nicht wahr? Das ist großes Hollywood-Kino!
Wir vergaßen nur ein winziges aber wichtiges Detail bei der Sache: Der Kampf
ist die Sache des HERRN! Er setzt
Könige ein und Könige ab - nicht WIR.
In der himmlischen Welt über Ländern kämpfen die Engel Gottes gegen die Engel
Satans und wir sollten uns besser nicht unbedacht in diesen Krieg begeben -
weil uns Gott überhaupt nicht dazu berufen hat!
Falscher Kampfplatz - die Himmelswelt über Nationen und Städten. Da
gehören wir nicht hin!
Unser Kampfplatz ist unsere Gedankenwelt. Dort können und sollen wir gewinnen,
denn es ist unser Terrain und unser Privatbesitz. Natürlich verlockt ein kluger
Feind seinen Gegner, ihm auf einen Kampfplatz zu folgen, auf dem er im Vorteil
ist.
Dort in der Himmelswelt, über Städten und Ländern haben wir keinerlei Chance.
Es war alles sinnlos vergeudete Zeit und viele sind in diesem Krieg verletzt
und verwundet worden. Wir hätten uns lieber um Menschen und ihre Probleme
kümmern sollen. Ich kann nur noch vor dieser gigantischen Irrlehre der
"geistlichen Kriegsführung" warnen. Und mich bei denen entschuldigen,
die ich durch meine Dummheit mit in einen solchen sinnlosen Kampf gezogen habe.
Entschuldigung an Jeden, der von mir in dieser Richtung beeinflusst
wurde! Ich möchte allerdings ausdrücklich betonen, daß ich die genannten
Befürworter dieser Art von "Geistlicher Kriegsführung" niemals als
Irrlehrer bezeichnen würde. Es sind gute und integere christliche Persönlichkeiten,
die sich einfach in diesem Punkt der Lehre irren.
Sehr geholfen und überzeugt hat mich bei diesem Thema das Buch von Wolfram
Kopfermann: "Warum ich mich nicht an der
geistlichen Kriegführung beteilige" Leider gibt es das nur noch
Antiquarisch zu kaufen.
Eph 6,13ff Deshalb ergreifet die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tage
zu widerstehen vermöget und, nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, das Feld
behalten könnet.Den Kampfplatz unseres geistlichen Nahkampfes habe ich im ersten
Artikel beschrieben und auch dargelegt,
was nicht unser Kampf ist. Vielleicht hätte ich präzisieren sollen: Wo
unser Kampf nicht stattfindet, denn entscheidend ist der ORT des Kampfes
und der Gegner. Wir sollen nicht gegen Fleisch und Blut (also Menschen)
kämpfen, sondern gegen böse Mächte in den himmlischen Regionen.
Aber wir können und sollen nicht dem Widersacher auf seinen Kampfplatz folgen
sondern hübsch zu hause bleiben.
1Petr 5,8 Seid nüchtern, wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher
wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann.
Wenn Jesus nun am Kreuz alle Mächte und Gewalten entwaffnet und öffentlich
zur Schau gestellt hat (Kol.2,15) , wie kommt es denn
dann, daß der Teufel immer noch wie ein brüllender Löwe umhergeht? Paradox?
Nein, es ist lediglich nicht einfach, geistliche Wahrheiten und
Realitäten der unsichtbaren Wirklichkeit einem menschlichen Verstand klar zu
machen.
Der Verstand ist da schnell überfordert. Geistliche Wirklichkeiten müssen
mit dem Geist beurteilt werden, sagt Paulus in 1.Kor.2,13ff.
Unser Verstand gehört aber zum natürlichen Wesen. Unser Geist dagegen
ist laut der biblischen Anthropologie übernatürlich,
weil er eine neue Schöpfung durch den Geist Gottes ist. Christus lebt in uns.
Ja wie denn und wo? Nicht in unserem Körper, dann müsste wohl jeder von uns die
Wundmale tragen. Und auch nicht in unserer Seele, denn dann würden wir nur noch
reden und handeln wie er. Er wohnt in diesem weitgehend unbekannten Teil
unserer Persönlicheit - unserem Geist.
Nun noch mal zu Petrus und seinem "brüllenden Löwen". In Afrika
ist es auch heute noch teilweise üblich, das Vieh des Dorfes in einem Kreis aus
Dornengebüsch über nacht aufzubewahren. Kein Löwe
würde wegen der Dornenhecke dort einbrechen um sich seine Beute zu holen. Aber
die Löwen sind nicht dumm. Ihre Strategie ist, in der Nähe der Dornenhecke laut
zu brüllen. Schon mal im Zoo aus zwei Meter Entfernung einen Löwen brüllen
gehört? Es fährt einem durch Mark und Bein. Mein damals dreijähriger Sohn ist
bei dieser Gelegenheit unter Tränen in Panik aus dem Tropenhaus entflohen. Wir
konnten ihn nur ganz mühsam beruhigen.
Ähnlich ergeht es dem dummen Vieh in Afrika. Vor Angst brechen einige Rinder
aus dem Schutz der Dornenhecke aus und werden draussen
eine leichte Beute des Löwen!
Als Paulus in Athen war und in der ganzen Stadt die Götzenbilder und Altäre
ihrer Götter sah, ergrimmte sein Geist in ihm - aber er machte keine
"geistliche Kriegsführung", in dem er vor die Altäre trat und die
geistigen Mächte dahinter direkt ansprach, band und austrieb. Er setzte
keine "Fürsten der Himmelswelt" ab, sondern sprach zu den Menschen.
Er erzählte von Jesus und der frohen Botschaft. Das war seine Kampfführung!
Was war hier seine Waffe? Das Schwert des Geistes, welches ist das Wort
Gottes.
Das Schwert ist die einzige offensive Waffe, die im Epheser 6 genannt wird.
Paulus sprach hier in die Gedankenwelt der Zuhörer mit dem Wort Gottes hinein. Das
war sein Kampf gegen die Mächte der Finsternis, nichts weiter. Keine
Wissenschaft, keine Dämonologie, kein stürzen der
Mächtigen vom Thron in der Himmelswelt - einfach nur die Wahrheit verkündigt.
Und so setzte er den Sieg des Herrn Jesus auf der Erde durch - etliche wurden
gerettet und zu Jüngern des Herrn.
Foto: Dennie Fransen (flickr.com)
Eph 6,13 Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr an
dem bösen Tag widerstehen und, wenn ihr alles ausgerichtet habt, stehen bleiben
könnt! So steht nun, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit
Paulus legt uns nahe, daß es verschiedene Waffen in unserer geistlichen
Rüstung gibt. Es ist ihm offenbar wichtig, nicht nur auf eine einzige Waffe zu
vertrauen, sondern er ermahnt uns, die ganze Waffenrüstung anzuziehen!
Wir sollen komplett geschützt in diesen Kampf hineingehen und nicht nur
teilweise. Alle Ausrüstungsgegenstände sind wichtig.
Ausgehend von der Rüstung römischer Soldaten, die Paulus hier sicherlich vor
Augen stand geht man davon aus, daß der Gürtel die gesamte Rüstung
zusammenhielt. Mit ihm wurde Brustpanzer, Tunika und Kettenhemd fixiert, Dolch
und Schwert befestigt. Ohne den Gürtel wäre die ganze Rüstung nutzlos gewesen.
Was bedeutet nun, daß wir mit "Wahrheit" umgürtet sein sollen?
Eins bedeutet das Wort hier ganz gewiss nicht: Das richtige Dogma! Wenn man das
Wort Wahrheit in der Bibel untersucht, stellt man schnell fest, daß dieser
Begriff im damaligen Sprachgebrauch auch überhaupt nichts mit einer
wissenschaftlichen Wahrheit zu tun hatte. Es ging vielmehr um das richtige
Verhalten, die Rechtschaffenheit eines Menschen, als um die
Rechtgläubigkeit. Joh 3,21 Wer aber die Wahrheit tut,
der kommt zum Licht, damit seine Werke offenbar werden, daß sie in Gott getan
sind.
Es geht um:1. Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit!
Interessant ist auch, daß das Wort Wahrheit in der Bibel sehr häufig einen
Begleiter hat: Gnade!
Ps 85,11 daß Gnade und Wahrheit einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede
sich küssen,
Ps 25,10 Alle Pfade des HERRN sind Gnade und Wahrheit denen, die seinen
Bund und seine Zeugnisse bewahren.
Was zeigt uns das? Eine Wahrheit ohne Gnade ist zerstörerisch,
lieblos und kalt. Es ist die Wahrheit des Teufels, der nur anklagt, beschuldigt
und verleumdet.
Jak 3,13 Wer ist weise und verständig unter euch? Der zeige durch einen guten
Wandel seine Werke in Sanftmut der Weisheit! Habt ihr aber bitteren Neid und
Streitsucht in eurem Herzen, so rühmet euch nicht und lüget nicht wider die
Wahrheit! Das ist nicht die Weisheit, die von oben stammt, sondern eine
irdische, seelische, dämonische. Denn wo Neid und Streitsucht regieren, da ist
Unordnung und jedes böse Ding. Die Weisheit von oben aber ist erstens rein,
sodann friedsam, gelinde, folgsam, voll Barmherzigkeit und guter Früchte, nicht
schwankend, ungeheuchelt. Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird in Frieden
gesät denen, die Frieden machen.
2. Es geht um Jesus
Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Die Wahrheit ist eine
Person und kein Dogma. Wir werden in den Lehrbriefen ermutigt, den Herrn Jesus
Christus anzuziehen! Der Gürtel der Wahrheit hat also vor allen Dingen
mit unserer aufrichtigen und engen Beziehung mit Jesus zu tun. Er hat mit einer
Liebe zu seinen Worten zu tun und einem Verlangen ihm ganz und gar
nachzufolgen. Wir sollen ihm gegenüber völlig ehrlich sein und anderen Menschen
keine Rolle vorspielen. Jesus hasst Heuchelei. Bei nichts ist er so
ausgerastet, wie in der Konfrontation mit frommen Heuchlern! Wir sollen unsere
Schwächen realistisch einschätzen und sie nicht vor den Menschen verstecken.
Wir sollen einander als Glaubensgeschwister unsere Sünden zugeben. Genauso
ehrlich dürfen wir allerdings auch mit unseren Stärken sein :-) Wir sollen
unser Licht nicht unter den Scheffel stellen, um besonders demütig zu
erscheinen. Wahrhaftigkeit bedeutet eine Liebe zur Wahrheit zu haben, die
wichtiger ist als die eigene Person.
1Petr 1,13 Deshalb umgürtet
die Lenden eurer Gesinnung, seid nüchtern und hofft völlig auf die Gnade, die
euch gebracht wird in der Offenbarung Jesu Christi!
3. Der Gürtel der Wahrheit umgürtet unsere Gedankenwelt. Und hiermit
sind wir wieder auf unserem Kampfplatz angekommen. Es geht um unsere Gesinnung,
die Art, wie wir denken. Es geht um unser Herz, denn Gesinnung schließt
die Herzensmotivation ein. Und es geht eben nicht um lehrmäßige
"Wahrheiten" aus dem Wort Gottes, sondern um ein Leben in der
Wahrheit, um ein Tun der Wahrheit. Denn die Art unseres denkens mit den damit verbundenen Werten und Emotionen
bestimmt unser Handeln. Und Gott ist nicht an unserer verstandesmäßigen
Erkenntnis interessiert, sondern an Taten der Hoffnung, des Glaubens und der
Liebe!
Foto:
peterjr1961(Flickr.com)![]()
Eph 6,14ff So steht
nun, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, bekleidet mit dem Brustpanzer der
Gerechtigkeit und beschuht an den Füßen mit der Bereitschaft zur
Verkündigung des Evangeliums des Friedens! Bei alledem ergreift den Schild des
Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt! Nehmt
auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist Gottes Wort! Mit
allem Gebet und Flehen betet zu jeder Zeit im Geist, und wachet hierzu in allem
Anhalten und Flehen für alle Heiligen.
Was schützt der Brustpanzer hauptsächlich? Unser Herz. Die Bibel ist
durchgehend der Ansicht, daß unser Herz der wichtigste Teil unserer ganzen
Persönlichkeit ist, so wie eben das physische Herz für den Körper. Wird das
physische Organ entscheidend verletzt, sterben wir sofort und das Leben
entweicht. Das Herz als metaphorischer Begriff bedeutet den Kern unserer
Persönlichkeit - unser innerstes Wesen. Jesus sagte, daß die Gedanken aus
unserem "Herzen" aufsteigen, sowohl gute als auch böse. Ebenso werden
Worte und Gedanken nicht allein in unseren Verstand gesät, sondern in unser
Herz!
Mt 13,19
So oft jemand das Wort vom Reiche hört und nicht versteht, so kommt der Böse
und raubt das, was in sein Herz gesät ist. Das ist der, bei welchem es
an den Weg gestreut war.
Spr 12,18 Wer unbedacht schwatzt, der verletzt wie ein durchbohrendes Schwert;
die Zunge der Weisen aber ist heilsam.
Darum ist es so wichtig, genau aufzupassen, was für Worte, Gedanken und
Motivationen sich in unserem Herzen befinden: Wes das Herz voll ist, redet der
Mund, sagte Jesus auch noch dazu. Und die Gedanken und Worte unseres Mundes
beeinflussen unser ganzes Handeln in der Welt. Und unbedachte Worte können
andere Menschen im Herzen schwer verletzen. Wer dann nicht vergeben kann, trägt
diese Verletzungen manchmal über Jahre oder länger mit sich herum.
Spr 4,23 Mehr als alles, was man sonst bewahrt, behüte dein Herz! Denn in ihm
entspringt die Quelle des Lebens.
Und was ist diese Quelle des Lebens? Der wunderbare Geist Gottes, der sich
mit unserem menschlichen Geist zu einer untrennbaren Einheit verbindet, sobald
wir von neuem geboren werden. Die Quelle ist "Christus in uns", die
Hoffnung der Herrlichkeit! Wenn unser geistliches Herz verwundet wird, werden
wir vom Leben und der Versorgung Gottes abgeschnitten. Und wodurch wird unser
Herz verletzt? Offenbar sehr oft durch Anklagen, Verleumdungen und böse harte
Worte, die gegen unsere Gerechtigkeit gerichtet sind. Die Mächte der
Bosheit in der Himmelswelt versuchen ständig unser Herz anzugreifen, in dem sie
uns vor Augen führen, wie schlecht und minderwertig wir doch sind. Sie greifen
unser Fehlverhalten und unsere Unvollkommenheiten nur zu gern auf, um sie
ständig vor unserem inneren Auge ablaufen zu lassen. Und viele Menschen, ja
leider auch sehr viele Christen machen sich zum Handlanger und Komplizen des
Bösen ohne es zu bemerken. Böse und harte Worte, inspiriert von Ärger und Zorn
oder sogar Hass tragen das Gift der Mächte der Bosheit in sich, um zu verletzen,
zu rauben und zu morden. Wir können nicht nur zu Kanälen des heiligen Geistes
werden, sondern ebenso zu Kanälen der dunkelen Seite.
Warum hassen die meisten Menschen Kritik? Weil sie sehr oft unser
empfindliches Herz verletzt! Gerade Wenn wir ehrlich und aufrichtig sind,
werden wir schnell durch diese Angriffe verletzt - denn wir schützen unser Herz
nicht genug. Wir stimmen innerlich der Kritik des Anderen zu und kommen uns
ganz klein und schäbig vor. Deshalb ist es so eminent wichtig, zu wissen woher
unsere Gerechtigkeit eigentlich kommt und was uns überhaupt gerecht
macht. Ich kenne nur einen, der in seinem ganzen Leben nichts als
gerechte Taten vollbracht hat. Ich kenne nur einen, der nie gesündigt hat und
dessen Herz allezeit ganz rein war: Jesus Christus. Nur ER kann uns durch und
durch gerecht machen, ja er hat es am Kreuz ja schon längst vollbracht.
Apg 13,38 So sei es euch nun kund, ihr Brüder, daß durch diesen euch Vergebung
der Sünden verkündigt wird; und von allem, wovon ihr durch das Gesetz Moses
nicht gerechtfertigt werden konntet.
Röm 3,23 ...denn
alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes und
werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in
Christus Jesus ist.
Und das Annehmen dieser Gnade, der Glaube an diese Erlösung und
Rechtfertigung ist unser Brustpanzer der Gerechtigkeit. Wenn wir wissen,
daß durch Jesus alle unsere Sünden vergeben werden, können wir offen und
ehrlich unsere Sünden und Fehlverhalten zugeben - und unser Herz wird nicht
dabei verletzt, sondern geheilt! Wir brauchen keine Ausreden mehr, wenn wir
angeklagt werden. Die einzig gültige Ausrede ist das Blut des Lammes. Wir
brauchen uns vor Menschen auch nicht mehr zu rechtfertigen. Es gibt jemand
anders, der uns rechtfertigt - unser himmlischer Fürsprecher und
Rechtsanwalt -Jesus Christus! Und dieser Brustpanzer der Gerechtigkeit schützt
unser Herz ganz hervorragend. Es ist wieder einmal Jesus selbst, der uns
beschützt. Er ist die große Allzweckwaffe - der Gürtel der Wahrheit und der
Brustpanzer der Gerechtigkeit. :-)
Eph 6,15 ...und die Füße
gestiefelt mit Bereitwilligkeit, die frohe Botschaft des Friedens zu verkündigen.
Mal versucht ohne Schuhe durch den Wald zu gehen? Oder auf einem
steinigen Weg? Selbst in der Stadt kann man in eine Scherbe oder einen spitzen,
scharfen Gegenstand hineinlaufen und sich gehörig verletzen. Das macht das
Leben nicht gerade angenehmer, denn wir sind ständig auf unsere Füße angewiesen
um uns in dieser Welt fortzubewegen.Wenn man ganz auf
Schuhe verzichtet, entwickelt man sicher eine dickere Hornhaut und einige
Naturvölker beweisen uns, daß es zur Not auch ohne geht. Aber irgendwie hat
sich der Schuh doch weltweit ziemlich durchgesetzt! ;-)
Die Füße sind der direkte Kontaktpunkt mit der Welt, oder im
übertragenden Sinne mit den Menschen in dieser Welt, die Gott nicht kennen.
(Was nun nicht bedeutet, daß wir diese treten sollten) ;-) Aber diese
Menschen sind dem Glauben an Jesus und denen, die sich dazu bekennen nun mal
sehr oft nicht besonders zugeneigt, um es vornehm auszudrücken. Ein wenig
Schutz ist da schon zu empfehlen um nicht ins offene Messer zu rennen.
Und unsere Schuhe sind: die Bereitschaft allen Menschen von der rettenden Gnade
unseres Herrn Jesus zu erzählen.
Interessantes Statement. Und ich dachte immer, dadurch fängt der ganze
Ärger mit seinen Mitmenschen erst an! So habe ich es jedenfalls immer
wieder erlebt. Wie die Vögel in unserer Natur, die einen bunten Paradiesvogel
(Wellensittich) nicht mögen und gern mobben und hinterherjagen bis er erschöpft oder tot zu Boden fällt, so
werden Christen, die sich zu ihrem Glauben bekennen gern als "Pradiesvogel" von ihrer Umwelt gemobbt.
Das ist oft in der Schule, bei der Arbeit und im Freundeskreis der Fall. Da
sind besonders die Leute, die uns Christen grundsätzlich Intoleranz vorwerfen
sehr aktiv bei der Sache und selber mehr als Intolerant.
Und deshalb lassen so manche Christen gern bei vielen Gelegenheiten ihre
Schuhe lieber aussgezogen und reden gar nicht
erst mit anderen über Jesus. Es mag allerdings auch sein, daß so mancher Christ
seine Schuhe tatsächlich als eine Art Waffe begreift, um andere damit zu
treten! (Sie gehen Nichtchristen mit dem Evangelium in unsensibeler und
dämlicher Weise dermaßen auf den Wecker, daß diese sich eben dagegen wehren)
Paulus spricht aber hier von der "Bereitschaft" das Evangelium
weiter zu sagen und nicht davon es bei jeder Gelegenheit als moralische
Keule gegen alle Menschen zu schwingen! Diesen Fehler begehen leider viele
Christen und machen sich damit zu recht unbeliebt und schrecken so manchen ab
oder bestätigen deren Vorurteile gegen Christen.
Aber die Schuhe sind eine wichtige Abgrenzung zur Welt und vor allen
Dingen Zum "Geist dieser Welt". Wenn wir uns zu Jesus als Herrn
bekennen, bekennt dieser sich auch zu uns! Und wir machen den Mächten der
Bosheit in der Himmelwelt damit klar, auf welcher Seite wir stehen. Deshalb ist
ja auch z.B. die Taufe so wichtig. Sie ist der Anfang dieses Weges mit Jesus
und ein öffentliches Bekenntnis zu ihm und schneidet uns von vielen
schlechten geistigen Einflüssen der Welt ab. Nicht umsonst gibt es bei
dem Thema Taufe so richtig Stress mit vielen Großkirchen oder dem Islam. Wer
als Moslem an Jesus glaubt, bekommt meistens Ärger mit der Familie. Wer sich
aber taufen lässt ist für die Familie gestorben und nicht mehr vorhanden. Wenn
ein Pastor der Großkirchen die Säuglingstaufe nicht anerkennt indem er an
Erwachsenen die Glaubenstaufe vollzieht, verliert er in der Regel seinen Job.
Unser Evangelium ist ein Evangelium des Friedens, sagt Paulus hier und bestätigt
damit noch einmal die Tatsache, daß wir Nichtchristen keine
"Drohbotschaft", sondern eine "Frohbotschaft" weitergeben
sollen.
1Petr 3,15 und seid allezeit bereit zur Verantwortung
gegen jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist,
aber mit Sanftmut und Furcht; und habet ein gutes Gewissen, damit die, welche
euren guten Wandel in Christus verlästern, zuschanden werden mit ihren
Verleumdungen.