INHALT
Christ und psychische
Krankheit
Johanniskraut und
seine Nebenwirkungen
Über die Angst vor der Psychiatrie
Drogeninduzierte Psychose
durch LSD
Psychose durch Gebet und Schlafentzug
Christ
und psychische Krankheit
Bild:
Holger Meyer (Pixelio.de)
Behandlungsbedürftige
Depressionen sind eine Volkskrankheit in Deutschland von der auch viele
Christen nicht verschont bleiben. Viele psychisch kranke oder gestörte Menschen
kommen regelmäßig in unsere Gottesdienste oder sind Gemeindemitglieder in
unseren Kirchen und Freikirchen. Die gute Nachricht von unserem Retter und
Herrn Jesus Christus gibt vielen von ihnen eine Hoffnung auf Heilung und
Befreiung und viele Pastoren und Leiter machen ihnen auch Hoffnung auf Hilfe
durch Seelsorge und Gebet. Aber was passiert, wenn der Glaube, das Gebet und
die Seelsorge nicht helfen? Wie gehen wir mit unseren psychisch erkrankten
Gemeindemitgliedern um?
In den
Großkirchen hat man sicher weniger Probleme damit, Christen zum Psychiater zu
schicken, aber wie sieht es in unseren kleineren gemütlichen Freikirchen aus,
wo man sich meist weitaus besser kennt und oft sehr engen persönlichen Kontakt
miteinander hat? Oft sind Gemeinden ja wie Großfamilien, in denen jeder über
den Anderen bescheid weiß und kaum ein Geheimnis verborgen bleibt, weil
natürlich sehr viel getratscht wird. Manche Pastoren und Seelsorger sind Laien,
die sich ihr Wissen durch christliche Bücher und in der Gemeindepraxis oder
durch die Lektüre der Bibel erworben haben.
In den Freikirchen wird meist auch die geistliche Dimension einer psychischen Krankheit wahrgenommen. Die unsichtbare Wirklichkeit und die Existenz von Dämonen und bösen geistigen Mächten ist hier selten ein Tabuthema. Exorzismus oder Befreiungsgebete werden mehr oder weniger spektakulär praktiziert und manch einer empfängt wohl auch Hilfe dadurch. Einiges geht aber auch voll daneben. In katholischen Kreisen gab es Todesfälle nach einem missglückten Exorzismus, die in den Medien hohe Wellen schlugen. Und in den Freikirchen klappt auch nicht immer alles. Bestenfalls sind die Hilfesuchenden von den geistlichen Leitern oder Gemeinden enttäuscht, wenn Heilungs- und Befreiungsgebete erfolglos bleiben. Aber es kann auch viel schlimmer kommen. Tiefe Verletzungen können hinzukommen, die Probleme können sich verschlimmern, ja man kann jeglichen Glauben an Gott und seine Hilfe verlieren. Viele Kranke werden einfach alleingelassen, wenn Gott nicht spürbar hilft und eingreift. Die sind dann eben selbst schuld, weil sie die Ratschläge der Seelsorger und Gemeindegeschwister nicht umsetzen! Womöglich haben sie einen rebellischen Geist und wollen ihre Sünden einfach nicht loslassen. Ketzerhüte werden schnell verteilt, die Kranken oder "Dämonisierten" werden gemieden und vielleicht sogar exkommuniziert.
Was sind überhaupt die Kriterien, nach denen man eine dämonische Belastung als Ursache psychischer Probleme diagnostiziert? Wie viele Christen haben denn die Gabe der Geisterunterscheidung in solch ausgeprägtem Maße, daß sie dämonisches Wirken eindeutig erkennen können? Welcher Seelsorger kennt sich wirklich gut mit psychischen Krankheiten aus? Wer ist kompetent genug, eine richtige Diagnose zu stellen? Ich habe den Eindruck, daß es viele Laien im Seelsorgedienst gibt , die nach dem Maßstab Pi mal Daumen plus einige Bibelzitate vorgehen und mehr herumpfuschen, als kompetente Hilfe zu geben. Sie meinen es gut, aber verschlimmbessern die Lage nur.
Wenn ernsthafte Störungen wie Depressionen, Angstzustände, Psychosen oder Suizidalität nach wiederholtem Gebet und Seelsorgegesprächen nicht entscheidend besser werden, sollte man lieber jemand fragen, der sich damit auskennt! Es ist dringend geboten einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Alles Andere ist unterlassene Hilfeleistung. Wir begrenzen Gott, wenn wir ihn ausschließlich auf übernatürliches Eingreifen festnageln wollen. Warum sollte er nicht auch durch Ärzte, Psychiater und Psychotherapeuten wirken können? Warum diese Angst vor "weltlicher" Hilfe? Eine Befürchtung, die ich oft gehört habe und die ich auch selbst hatte war: Die weltlichen Fachleute und Therapeuten könnten Christen in okkulte Praktiken hineinmanipulieren und vom Glauben abbringen. Die Esoterik hat sicherlich einigen Boden in der "Psycho-Szene" gewonnen, aber ein guter Therapeut würde niemals jemanden in diese Richtung beeinflussen, der damit nichts zu tun haben möchte. Das würde nur ein Scharlatan tun aber kein seriöser Therapeut oder Arzt. Ich gehe fest davon aus, daß Gott will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. (1.Tim.2,4) Das griechische Wort sozo, daß hier mit "gerettet" übersetzt wird bedeutet viel mehr, als nur die Tatsache, daß wir in den Himmel kommen sollen. Es bedeutet "heil machen", befreien, gesund machen und vor jedem Schaden oder Unglück zu bewahren. Es ist Gottes erklärter Wille uns gesund zu machen und völlig wiederherzustellen. Gott ist für uns und nicht gegen uns! Warum können wir ihm nicht für den geeigneten Arzt, den richtigen Psychotherapeuten oder das geeignete Krankenhaus vertrauen? Wenn Gott nicht übernatürlich und sofort heilt, bedeutet das noch lange nicht, daß er uns nicht heilen will. Wollen wir Gott etwa vorschreiben, wie und auf welche Weise er uns zu heilen hat? Das sei ferne. Ich bin sehr dafür, etwaige Tabus und Vorurteile vor der Kunst der Psychiatrie und Psychotherapie schleunigst niederzureißen. Ich plädiere dafür, das herumdoktern von Laien bei komplizierten seelischen Störungen radikal zu beenden! Es ist gut und richtig, zuerst zu Gott, unserem himmlischen Arzt zu gehen und um Hilfe zu bitten. Aber wenn das Gebet, der Glaube, das Bibellesen und Wort Gottes bekennen oder die Seelsorge keine spürbaren Resultate und Besserung bringt - bitte niemals scheuen den Fachmann aufzusuchen. Auch hier kann man auf Führung durch den Geist Gottes hoffen und glauben. Sein Wille ist unsere Heilung, warum sollte er Ärzte und Therapeuten nicht gebrauchen können? Wenn Du einen gläubigen Christen als Therapeuten findest - wunderbar. Aber es gibt noch viel zu wenige davon. Also bitte keine Scheu jemand Anders um Hilfe zu bitten.
Krankheitseinsicht ist
überhaupt erst die Basis für eine erfolgversprechende Therapie.
Ohne die Anerkennung meiner Symptome als ernsthafte psychische Störung, gibt es
weder für Seelsorger noch Therapeuten eine Arbeitsgrundlage. Jahrelang habe ich
meine Depressionskrankheit geleugnet, obwohl mich verschiedene Hausärzte
mehrfach darauf angesprochen hatten. "Ich bin ein Mann des Glaubens",
sagte ich mir innerlich dabei. "Die wollen mich doch nur vom Glauben
abbringen, auf den ich alle meine Hoffnung setze. Schließlich bin ich Ältester,
Bibellehrer und Lobpreisleiter! Was wäre das denn ein Zeugnis für die Kraft und
Hilfe Gottes, wenn ich ärztliche Hilfe in Anspruch nähme? Ich wäre als Prediger
dann doch völlig unglaubwürdig"
So oder ähnlich predigte mir mein innerer Kritiker Jahrzehntelang!
Wer war dieser innere Kritiker eigentlich?
Die Stimme Gottes? Oder die Stimme eines Dämons? Oder nur die Stimme meines eigenen
feigen Egos?
Als Christ hatte ich sämtliche Möglichkeiten des Gebets und der Befreiung von
Flüchen oder "dämonischer Belastung" in Anspruch genommen. Ich hatte
mich von jeder mir bekannten Sünde und okkulten Praxis losgesagt. Ich hatte die
"Taufe im heiligen Geist" für mich in Anspruch genommen und viel mit
Gott erlebt. Ich war oft mit "Kraftwirkungen" des heiligen Geistes in
Berührung gekommen. Nichts half nachhaltig gegen die latente Bedrückung und
Niedergeschlagenheit in meinem Leben. Nach meiner Heirat, den ersten
eigenen Kindern und der Gemeindegründung einer charismatischen Freikirche hatte
ich einige Jahre lang Ruhe vor der Schwermut und Melancholie, die mein Leben
wie ein roter Faden von Kindheit an begleiteten.
Irgendwann aber konnte ich einfach nicht mehr und erlebte ein komplettes
Burnout mitten in der "heiligsten Bibelschule" CTZ-Hannover. Während
ich auf der Bühne stand um voller Power fröhliche Lieder zu singen, nagten
Schuldgefühle und eine bohrende Traurigkeit innerlich an mir. Und zwar so
heftig, daß ich es nur sehr schwer aushalten konnte. Während andere sich
begeistert über die Gegenwart Gottes in meinem "Lobpreisdienst"
äußerten, mich bejubelten und lobten, dachte ich an den Song von Freddy
Mercury: "The Show must go
on". Die Textzeile "inside my heart is breaking"
ging mir immer wieder im Kopf herum. Wenn ich diese Gedanken einem Mitarbeiter
unserer tollen "Prophetenschule" gegenüber äußerte hieß es nur
lapidar: Das sind nur Lügen des Teufels! Du must
Deine Seele unter die Kontrolle des Geistes bringen!
Du must die Wahrheit des Wortes Gottes proklamieren und glauben, glauben glauben!
Aber nichts half. Auch nicht die stärkste Dusche und Erfüllung mit dem
heiligen Geist. Auch nicht die Lachattacken während der "Torontozeit"
Auch nicht das herumrollen auf dem Boden unter der Kraft des Geistes und das
auflegen der Hände von "gesalbten" Aposteln und Propheten. Was war
nur mit mir los?
Versteckte Dämonen in meinem Leben? Falsches Denken und Glauben, wie mir die
Elitechristen, Prediger und Mitarbeiter der Bibelschule suggerierten?
Mittlerweile glaube ich, daß selbst Gott keine "Arbeitsgrundlage" für
eine Therapie oder Heilung bei mir hatte - weil ich leugnete krank zu sein! Und
weil man mir immer wieder einredete, daß Gott mich ja schon lange geheilt
hatte. Dort am Kreuz vor zweitausend Jahren. Heilung sei eine geistliche
Tatsache, die man nur noch für sich "beanspruchen" müsste! Dann würde
sie auch sichtbar in der Realität.
Das glaubte und predigte ich auch selbst. Wie kam es nur, daß in
Jahrzehnten meiner Karriere als Lobpreisleiter, Gemeindeältester und
Bibellehrer nur so extrem selten eine Heilung als Folge von Gebet und
Handauflegung passierte? Weder bei mir, noch bei meinen Kindern oder den
Hilfesuchenden in der Gemeinde und bei Konferenzen? Extrem selten heißt nicht niemals,
denn ab und zu erlebte ich auch kleine oder mittelgroße Heilungen durch Gebet
bei mir oder anderen. Ich will bei der Wahrheit bleiben.
Wollte Gott nicht heilen? Machten wir beim Glauben alles verkehrt? Es werden
doch in der Bibel die wunderbarsten Heilungen berichtet und wir sollten noch
größere Werke als Jesus selbst vollbringen. Und alles sollte natürlich
möglichst schnell und vor allen Dingen ÜBERNATÜRLICH passieren.
Darauf wollte ich Gott festnageln.
Aber Gott ließ sich nicht darauf ein.
Irgendwann, nachdem meine Ehe und eins meiner Kinder beinahe den Bach
runter gegangen waren, suchte ich professionelle Hilfe auf und begann ein Medikament
gegen Depressionen zu nehmen. Noch später machte ich eine ambulante
Psychotherapie bei einem niedergelassenen Diplompsychologen und
Psychotherapeuten. Ich bin davon überzeugt, daß Gott selbst mich bei der
Hand genommen und zu diesem Mann geführt hat - obwohl er kein Christ in
meinem damaligen Verständnis war, sondern nur katholisch sozialisiert und ab
und an das Vaterunser betete. Immerhin konnte er mit meiner "christlichen
Leidensgeschichte" etwas anfangen und er glaubte an Gott. Ihm war die spirituelle
Dimension des Menschen zumindest nicht fremd.
Trotzdem war ich es, der die Liste der Psychotherapeuten durchgehen und anrufen musste, was nicht leicht ist, wenn man von der bleiernen Schwere und Kraftlosigkeit der Depression niedergedrückt ist.
All diese Dinge halfen mir auf
dem Weg, besser mit meiner Krankheit umzugehen.
Eine Arbeitsgrundlage für Gott und menschliche Therapeuten war entstanden.
Wenn Du den Verdacht
hast, selbst an dieser Krankheit zu leiden,
dann mach den Test und suche professionelle Hilfe.
>>Depressionstest
nach Goldberg
Man
denkt so landläufig: "Wellen gibt’s nur im Meer oder auf dem See.
Vielleicht noch in Flüssen."
Aber im Grunde ist das ganze Universum eine einzige Wellenbewegung. Es gibt
Lichtwellen, Schallwellen, Gravitationswellen und Radiowellen.
Der zielgerichtete Laserstrahl, der scheinbar immer gleichstark punktgenau auf
ein klar definiertes Ziel gerichtet ist und seine ganze Energie dorthin abgibt,
ist eine künstliche Erfindung des Menschen und kommt in der Natur so nicht vor.
(Und selbst der Laserstrahl hat eine Wellenlänge)
Die Natur bewegt sich in Wellen - vom kleinsten Atom bis hin zum Licht der
größten Sterne. Wo immer eine Energie oder Kraft von A nach B transportiert
wird geschieht das nicht gradlinig, sondern in Wellenform. Es gibt Wellentäler
und Wellenberge - mal kommt mehr Masse oder Energie am Zielpunkt an und mal
weniger. Und das mit verschiedener Geschwindigkeit. Die Taktfrequenz ist sehr
unterschiedlich. Der Rhythmus ist oft nicht geradlinig sondern sehr
unterschiedlich.
Auch die Amplitude, die Höhe der Wellenberge und Täler ist oft sehr
unterschiedlich.
„Himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt“
ist ein Bild für den manisch-depressiven Menschen, der in seiner manischen Phase scheinbar Bäume ausreißen kann und in der depressiven Phase nur noch am Boden liegt und gar nichts mehr zustande bringt.
Bei manchen Menschen ist die Amplitude des Lebens einfach
dramatisch viel höher als bei anderen, die ein meist gleichmäßiges "Auf
und Ab" erleben und im Leben gemütlich dahintreiben. Keine großen Wellen -
alles plätschert so dahin.
Als mir Gott im letzen Frühjahr in einer starken Weise unaufgefordert
begegnete, dachte ich mal wieder, daß mich nichts und niemand von der
Riesewelle herunterholen würde, auf der ich gerade
surfte. Ein halbes Jahr lang. ich dachte Gott hätte mich endgültig von meiner
Depressionskrankheit geheilt. Er hatte mir das so nicht gesagt, aber ich hatte
es mir so gedacht und erträumt.
Und dann kam die trübe Jahreszeit - mal wieder. Der Wellenberg war dahin und
ich glitt unmerklich tiefer und tiefer in ein Wellental hinein. Die Welle brach
sich und ich stürzte in die mächtigen Fluten der brechenden Welle, die mich
unter sich begruben und mit mir machten was sie wollten. Ich wusste nicht mehr
wo oben und unten ist.
Ich bin mir nicht sicher, wo ich im Moment bin, aber scheinbar kommt der
rettende Strand näher. Es wird eine Zeit der Ruhe geben und dann wieder eine
neue Welle. So geht das immer und immer wieder und ich werde nicht so recht
klug daraus.
Surfbrett ganz beiseite legen und den Wellen aus dem Wege gehen? Geht nicht.
Wellen sind Naturgesetz. Lernen besser zu surfen und den Rhythmus der Wellen
studieren? Vielleicht. Keine Ahnung.
Nach dem Winter kommt der Frühling, dann der Sommer, Herbst und dann ist wieder
Winter. So ist das nun mal. Auf und ab. Auf und ab.
Johanniskraut
und seine Nebenwirkungen
Johanniskraut hilft bei leichten bis mittelschweren
Depressionen. Das ist erwiesen und wissenschaftlich dokumentiert.
Bei mir war es die "Einstiegsdroge" Jahre bevor ich mich in
fachärztliche Behandlung begab.
Die Stimmung hellt sich auf und man kann besser schlafen. Die Wirkung setzt
allerdings erst nach ca 14 Tage kontinuierlicher
Einnahme ein, da sich erst ein wirksamer Spiegel der Droge im Körper aufbauen muß. Ich begann mit dem freiverkäuflichen Tee und machte
schon bald darauf Bekanntschaft mit der einzigen Beschriebenen Nebenwirkung des
Beipackzettels, der Lichtempfindlichkeit. (Neben der sehr angenehmen
Stimmungsaufhellung)
Im Sommer gehe ich gern öfter ins Freibad oder an einen See zum Schwimmen und
Sonnenbaden.
Eines Tages bemerkte ich hinter meiner Sonnenbrille um die Augenpartien ein
heftiges brennen.
Es war kein Sonnenbrand, sondern eine entzündliche Reaktion der Haut durch das
Johanniskraut. Ziemlich unangenehm das.
Ich trank den Tee nicht mehr und stieg in den folgenden Jahren auf die Pillen
um. Beim Sonnenbaden war ich nun vorsichtiger und erlebte auch nie wieder solch
eine heftige Hautreaktion.
Irgendwann viel später verschrieb der Arzt mir Cipramil
und später Fluoxetin, zwei sogenannte SSRI,
das sind Antidepressiva neueren Typs, die sehr gut wirken (Serotoninwiederaufnahmehemmer),
nicht körperlich abhängig machen und gut verträglich sind.
In den Phasen, wo es mir seelisch gut ging, reduzierte ich oft diese
Medikamente und setzte sie manchmal sogar ganz ab, was sich meistens schwer
rächte, da ich dadurch wieder in schlimme depressive Phasen abglitt.
Es dauert meistens auch sehr lange, bis man trotz Medikamenten aus dem
depressiven Tal wieder auftaucht. Bei mir manchmal ein halbes Jahr und länger.
So nahm ich ab und zu Johanniskraut zusätzlich, was den Prozess des
"Wiederauftauchens" aus dem Tal erheblich beschleunigte.
In diesem Winter 2008/2009 war das wieder einmal der Fall und ich konnte meine
Winterdepressionen erheblich abkürzen. Allerdings hatte ich im Frühjahr
plötzlich sehr schlechte und beunruhigende Leberwerte. Ein
Leberbiopsie stand schon im Raum und mein Doktor schaute mich besorgt an. Ich
machte eine Diät und verzichtete komplett auf Alkohol.
Die Leberwerte wurden kaum besser.
Ich muss aufgrund anderer internistischer Erkrankungen noch eine Reihe von
anderen Medikamenten einnehmen.
Auf dem Beipackzettel meines Fluoxetin las ich eine Gegenanzeige für das Johanniskraut und forschte darüber im Internet nach.
Und siehe da: Johanniskraut kann den Abbau
anderer Medikamente in der Leber beeinflussen und dadurch Leberschäden
verursachen.
Sofort setzte ich das Johanniskraut ab und ging sechs Wochen später noch einmal
zur Blutentnahme. Und siehe da - die Leberwerte sind wieder in Ordnung.
Selbstmedikation ist oft nicht zu empfehlen und auch
"natürliche" Arzneimittel sind Drogen, die oft ungeahnte
Nebenwirkungen haben können. Die Gleichung: Pflanzlich=Gesund
und Chemie=Ungesund ist leider völlig falsch. Auch
Pflanzen beinhalten Chemie. Die Gleichung Pflanzlich=Unwirksam
und Chemie=Wirksam ist ebenso verkehrt.
Entscheidend ist der fachmännische Gebrauch, die
Vorsicht bei den Kombinationen von Medikamenten (Wechselwirkungen) und die
richtige Dosierung.
Johanniskraut ist nicht umsonst mittlerweile verschreibungspflichtig
geworden. Allerdings gibt es in der Drogerie immer noch Johanniskrautpäparate
(als Nahrungsergänzungsmittel?) zu kaufen. Und dort steht auf dem Beipackzettel
überhaupt nichts von Wechselwirkungen und Gegenanzeigen.
Also bitte auch alle freiverkäuflichen und pflanzlichen Medikamente mit dem
Arzt oder der Apotheke besprechen, denn es gibt auch noch andere
Wirkstoffe außer dem Johanniskraut, die erhebliche Schäden verursachen
können.
> Lesen Sie auch: Ende der Schonzeit für pflanzliche
Arzneimittel...
Über
die Angst vor der Psychiatrie
Eine der schlimmsten Schmähungen die es in meiner
Kindheit gab war der Satz: "Du gehörst doch nach Ilten!"
Ilten bei Hannover war das berühmt berüchtigte
"Irrenhaus", ein Wort bei dem jeder innerlich erschauerte und
zusammenzuckte.
Das "Irrenhaus" war wohl der größte soziale Abstieg, den ein Mensch
erleben konnte, schlimmer noch als Gefängnis oder Zuchthaus.
Wenn irgend jemand in Kontakt mit der Psychiartrie kam hieß es bei ansonsten respektabelen
und angesehenen Menschen: "Er oder Sie hatte einen Nervenzusammenbruch und
musste nach Ilten oder Wunstorf." Der sogenannte
"Nervenzusammenbruch" war zwar etwas weniger schlimm, als komplett
bekloppt zu sein, aber man redete trotzdem nur sehr leise und hinter
vorgehaltener Hand davon.
Schließlich konnte so ein "Nervenzusammenbruch" eventuell noch
geheilt werden, wenn auch sehr schwierig.
Das ganze Thema psychische Krankheit war von einem Schleier des Mysteriums
umgeben und man gruselte sich einfach nur total davor.
In den letzten Jahrzehnten hat sich einiges in der Wahrnehmung psychischer Krankheit
geändert, es gab viel Aufklärung durch die Medien, aber ein Tabuthema ist es
trotzdem bei vielen (den Meisten?) Menschen immer noch. Vielen ist es
überaus peinlich über seelische Schwierigkeiten und Störungen zu sprechen und
vielen ist es peinlich solche Krankheitsgeschichten anzuhören. Es wird sehr
schnell rationalisiert, verdrängt oder abgebügelt.
Als ich in den frühen 90er Jahren einmal von meinem Hausarzt auf meine
depressiven Verstimmungen angesprochen wurde und eine Psychotherapie empfohlen
bekam reagierte ich mit Ablehnung und Entsetzen. Ich bin doch ein Mann des
Glaubens, Gemeindegründer, Ältester und Lobpreisleiter! Was will der Mann von
mir? Das ist doch ein Angriff des Teufels!
Für mich sorgt der Allerhöchste Herr und der wird auch mit meiner Seele fertig.
Durch den Hausarzt wirkt doch der Teufel, der mich durch diese garantiert
okkult verseuchte "Psychotherapie" vom Glauben abbringen und
versklaven will.
Ich witterte nichts als weltliche und höchstwahrscheinlich
"dämonische" Manipulation hinter Allem, was nach Psychiartrie
und Psychotherapie roch.
Schließlich hatte ich meine Mutter nach ihren Suizidversuchen oft in der Psychiartrie besucht und kannte die geschlossene Abteilung
aus eigener Begutachtung. Die Erlebnisse mit einigen Psychotikern, die ich
ebenfalls in der "Geschlossenen" besucht hatte wirkten ebenso in mir
nach.
Wie soll man an einem solchen Ort gesund werden? Das ist doch ein
Tummelplatz für Dämonen und durchgeknallte
Psychiater, die selber Hilfe bräuchten, waren meine Gedanken.
Ein sehr verzerrtes Bild von der Realität, daß von irrationalen Ängsten und
Vorurteilen geprägt war, wie ich später feststellte.
Als eins meiner Kinder einen ernstgemeinten Selbstmordversuch machte, gab es
danach keinen anderen Weg der Hilfe mehr als die Kinder- und Jugendpsychiartrie im Kinderkrankenhaus. Wir waren mit den
psychischen Problemen unseres Kindes hoffnunglos
überfordert und es bestand weiterhin akute Suizidgefahr.
Also kam mein Kind in die geschlossene Abteilung und wir hatten regelmäßig Gesprächtherapie
zusammen. Die Eltern wurden (zwangsläufig) in die Therapie mit einbezogen.
Obwohl wir uns von der Einrichtung teilweise verschaukelt fühlten, da sie uns
nicht die Wahrheit über den geschlossenen Charakter der Therapie gesagt hatten,
verlor ich zumindest die starken Berührungsängste mit der Psychartrie
und bemerkte, daß auch dort nur mit Wasser gekocht wird - bzw. das eben ganz
normale Menschen sich dort mit psychischen Störungen beschäftigen.
Niemand wollte uns vom Glauben an Gott abbringen oder in die befürchteten
esoterischen Praktiken hineinzwingen. (Das waren meine persönlichen
Hauptängste)
Wie überall in Krankenhäusern gibt es bessere und schlechtere Ärzte und
Therapeuten, aber die irrationalen Feindbilder und Ängste erwiesen sich als Fata
Morgana. Und das war sehr gut so, denn ich brauchte eigentlich schon lange
selber Hilfe für meine Depressionskrankheit, die ich ständig verleugnet hatte.
Im christlichen Bereich hatte mir bisher niemand durch Seelsorge oder Gebete
und Prophetien helfen können. Auch mein eigener Glaube nicht.
So holte ich mir eines Tages einen Termin beim Neurologen und Psychiater, der
sich als ausgesprochen nett und hilfreich erwies.
Ich erhielt einige Jahre Medikamente gegen meine Depressionen, die auch recht
gut wirkten und keine spürbaren Nebenwirkungen hatten. Auf mein Nachfragen nach
Gesprächstherapie erhielt ich eine Liste der niedergelassenen Psychotherapeuten
und machte einige Jahre später auch eine Psychotherapie, Dir mir wirklich
weiterhalf.
Ärzte und Psychotherapeuten sind keine Wunderheiler auf die man seine ganze
Hoffnung setzen sollte. Sie können Deine Probleme nicht für Dich lösen und Dir
die eigene Verantwortung für Deine Störungen nicht abnehmen.
Aber sie können Wegbegleiter für Dich sein und Dich auf die richtige Fährte
setzen - damit Du Deine selbstgesteckten Ziele
der Heilung und Gesundheit erreichst. Ohne eigene Mitarbeit läuft überhaupt
nichts in solch einer Therapie und man sollte sein Leben sowieso grundsätzlich
dem großen himmlischen Arzt anvertrauen und nicht die eigene Verantwortung bei
Ärzten abgeben.
Wir als Christen glauben ja, daß Jesus, der Heiler in uns wohnt und lebt. Und
diesem inneren Heiler sollten wir zuhören und seine Ratschläge umsetzen.
Aber eben nicht nur passiv erwarten, daß er die ganze Arbeit macht, sondern in
seinem Namen aufstehen, sein Bett aufnehmen und anfangen zu gehen. Und dabei
kann man sich auch von Profis helfen lassen ohne sich zu schämen.
Ps. Meiner Tochter geht es heute gut.
> Lesen Sie auch:
>Keine
Angst vor der Psychiartrie
>Das
Eismeer in mir
Wilma war die kleine Mutti meiner Frau. Sie war ihr Leben
lang ein Arbeitstier gewesen. Die Küche war ihr Domizil.
Dort lagen manchmal tote Fische in der Spüle, die dort "gewässert"
wurden. Mich ekelte vor dem dreckigen Fischwasser.
Ihr großes Portemonaie lag in einer Schublade im
Küchenschrank und jeder bediente sich dort, wenn er ein paar Mark brauchte.
Die große Liebe ihres Lebens war Otmar, ihr ältester Sohn. Der war Alkoholiker
und als solcher oft sehr fies drauf. Grobschlächtig, zynisch und manchmal
gewalttätig. Aber meistens bekam er von Anderen selbst aufs Maul, obwohl er
sehr groß und stark war.
Ein geborener Looser, der nichts in seinem Leben
richtig auf die Reihe bekam.
Aber Mutter beschützte ihn vor allen Unkenrufen der Familie und Umgebung, er
war nunmal ihr Erstgeborener Liebling.
Otmar hatte häufig wechselnde, seltsame Frauen, mit denen er zusammen lebte.
Viele waren primitiv, einige raffiniert.
Alice, die von Mutter Wilma "Ali-Ze"
gerufen wurde, war von der raffinierten Sorte. Sie verstand es hervorragend,
Intrigen zu spinnen und Keile zwischen die einzelnen Familienmitglieder zu
treiben.
Bei einigen alkoholseligen Familienkrächen musste die Polizei gerufen werden,
weil man sich gegenseitig beschuldigte, Geld oder teure Gegenstände gestohlen
oder veruntreut zu haben.
Als meine Frau und ich Christen geworden waren, versuchten wir natürlich das
Evangelium in die kaputte Familie hineinzutragen, was aber von dem Umstand
erschwert wurde, daß Horst, der ältere Bruder meiner Frau wieder vom Glauben
abgefallen war und in eine schlimme Heroinsucht abgeglitten war.
"Siehste, beim Horst hat das mit dem Glauben auch
nicht funktioniert". war eine beliebte Ausrede der Familienmitglieder.
Aber ich hatte mittlerweile die Bibelschule besucht und sprühte vor Glauben und
Eifer für den Herrn.
Dann glitt Wilma sachte in eine "Alterspsychose"
ab. Wir hatten damals überhaupt keine Ahnung womit wir es hier zu tun hatten
und versuchten, so gut es ging zu helfen.
Wilma fühlte sich und die Familie von Alice bedroht und verfolgt. Die kleinen
Intrigen und Boshaftigkeiten von Alice wurden für sie plötzlich riesengroß.
Sie glaubte, daß Alice uns alle ausrauben wollte und fing an wertvolle Sachen,
wie Sparbücher und Ähnliches zu verstecken, damit Alice sie nicht finden
konnte.
Wir redeten stets auf die kleine Mutti Wilma ein und versuchten sie in die
Realität zurückzuholen, aber Wilmas Feindbild wuchs und wuchs immer mehr.
Bald wurde uns klar, daß Wilmas Zustand krankhaft war, denn sie versuchte sich
im 5. Stock aus dem Fenster zu stürzen.
Mit letzter Kraft konnten Vater und Sohn Horst sie noch vom geöffneten Fenster
wegzerren.
Meine Frau und ich vergaßen ab jetzt jede Zurückhaltung, mit Mutti über den
Glauben zu reden, weil ein Eingreifen Gottes überlebenswichtig geworden war.
Nach dem Selbstmordversuch wurde Wilma von der Familie ins nächste Krankenhaus
gebracht, weil sie nicht mehr mit der Situation umgehen konnte. Doch man nahm
sie weder stationär auf, (Es gab dort keine Psychiartrie)
noch verwies man sie an eine Psychiartrie weiter.
Achselzuckend sagte man, daß man in diesem Falle auch nichts machen könne.
Wir beteten wie die Weltmeister für- und auch mit Wilma. Sie sprach uns das
Übergabegebet an Jesus nach und wir geboten in Jesu Namen allen Mächten der
Finsternis von ihr zu weichen.
Ein paar Minuten schien Wilma ruhig zu werden und redete nicht mehr von ihrem Verfolgungswahn. Doch
dann ging es wieder weiter, als ob all die Gebete und der Herrschaftswechsel zu
Jesus nicht die geringste Auswirkung gehabt hätten.
Sie hätte dringend in die geschlossene Abteilung gehört, aber da wir schon
einmal vom Krankenhaus abgewiesen worden waren, wussten wir nicht wohin mit
ihr.
Die Situation eskalierte, als Alice die kleine Wilma bei der Polizei aus
unerfindlichen Gründen anzeigte. Sie sollte etwas aus ihrer Wohnung gestohlen
haben.
In ihrem Wahn schleppte Wilma die ganze schwere Schallplattensammlung ihres
Sohnes Horst zu einer Familie des Mietshauses hoch, um sie vor Alice zu
verstecken. Sie rechnete ständig damit, von der Polizei verhaftet zu werden und
erzählte uns, daß Alice uns alle ins Unglück stürzen werde.
Kurze Zeit darauf bekamen wir einen Anruf von Gustav, dem Vater meiner Frau,
daß Wilma sich einen Kanister Benzin besorgt hatte. Dann hatte sie sich ein
Nachthemd aus Nylon angezogen, mit Benzin übergossen und angezündet.
Sie war dem Vorbild von Pfarrer Brüsewitz aus der DDR gefolgt.
In der Notaufnahme wurde Wilma von einem Krankenpfleger in Empfang genommem, der ein Bekannter
von uns war. Er war auch Christ und wusste, das Wilma
die Mutti meiner Frau war. Er versuchte mit ihr zu reden und betete für sie,
denn sie war noch lange bei Bewusstsein.
Das einzig tröstliche, was er uns über die letzten Stunden von Ihr sagen konnte
war: Sie hatte bei ihrer Einlieferung die Hände zum Gebet gefaltet und schien
zu beten.
Wenig später starb sie an ihren schweren Verbrennungen.
Nach dem Todesfall meines Freundes Manfred ein paar Jahre
später fiel mir auf, daß bisher Jeder, der mir das Übergabegebet an Jesus
nachgesprochen hatte kurz darauf auf unnatürliche Weise ums Leben gekommen war.
Ich stellte das Missionieren erstmal ein.
Drogeninduzierte Psychose durch LSD
Sein
Name war Manfred und es gab ihn wirklich einmal.
Ich habe kein Foto mehr von ihm, denn es ist lange her. Vielleicht ist noch
eins im Keller in irgendwelchen verstaubten Kisten? (Später fand ich es doch
noch)
Manfred war Krankenpflegehelfer, so wie ich damals. Er war ein sehr netter
Mensch. Hübsch irgendwie und unaufdringlich. Zurückhaltend und doch sehr offen.
Wir kamen bei der Arbeit ins Gespräch über den Glauben an Gott. Ich erzählte
ihm von meinem Glauben an Jesus und meinen Erfahrungen mit Gott.
Er diskutierte nicht mit mir über die Echtheit der Bibel oder meines Glaubens,
sondern wurde innerlich ganz aufgeregt. Etwas in ihm antwortete heftig auf
meine Stories. "Was Du sagst ist wahr",
pflichtete er mir bei: "Ich habe das Licht gesehen!" Diesen Satz widerholte er mehrmals: "Ich habe das Licht
gesehen!"
Später hatte ich mehrere Monate lang einen Inder in meinem kleinen Zimmer im
Wohnheim für Schwerstkörperbehinderte zu Gast. Das Zimmer war ca. 3 Meter lang
und 2 Meter breit, ein enger Schlauch mit Waschecke. Siradj
der Inder schlief auf dem Sofa und war damit zufrieden. Er wollte indische
Decken, Tücher und Kunsthandwerk in Deutschland verkaufen.
Eines Tages kochte Siradj in Manfreds
Wohngemeinschaft für alle indisches Huhn mit Reis.
Wir saßen in der Küche, aßen und tranken und hatten eine angeregte
Unterhaltung. Siradj aß ohne Besteck nur mit den Fingern.
Das würde in Indien so gemacht, erzählte er.
Bald ging es auch um den Glauben an Gott und Jesus. Manfred war sehr
interessiert, die meisten Anderen ziemlich skeptisch.
Taina, eine Bhagwan-Jüngerin, die reichlich Drogenerfahrung besaß, verbreitete einen unsichtbaren
religiösen Nebel der Verwirrung um sich herum, der mich sehr störte. Ich ging
aufs Klo um zu beten. Im Gebet band ich alle Mächte der Finsternis und des
Bösen und rief die Herrschaft Jesu Christi aus (Halblaut). Als ich in die Küche
zurückkam, verabschiedete sich Taina auf einmal rasch
und eilig, als hätte sie wichtige Dinge zu erledigen.
Nach dem Essen wollte Manfred gern mit mir beten, um Jesus Christus als Herrn
und Erlöser in sein Leben einzuladen.
Taina war allerdings nicht wirklich gegangen, sondern
kam ab und zu in Manfreds Zimmer reingeschneit, in das wir uns allein
zurückgezogen hatten, um zu beten.
Sie brachte Bücher von indischen Gurus, Hermann Hesse und Rabindranath Tagore
mit, die sie uns empfahl. Irgendwie tänzelte und schwebte sie ins Zimmer herein
und wieder heraus und lächelte träumerisch und gedankenverloren dabei.
Manfred erzählte mir, daß er mit Taina eine schlimme Drogenerfahrung in eben diesem Zimmer gemacht hätte. Als Taina ihn mit den Augen fixierte, sei ihm völlig anders
geworden und der Boden und alles im Zimmer hätten sich mit Blut bedeckt. Ein
schlimmer Horrortrip war die Folge.
Es war sein erster und letzter LSD-Trip. Seit diesem Erlebnis hatte er in
Abständen psychotische Zustände, die psychiartrisch
behandelt werden mussten.
Nun nahm er Jesus in sein Leben auf und wir beteten zusammen. Manfred strahlte
mich ruhig und gücklich an.
Ich sagte ihm, daß er nun ein Kind Gottes sei und daß jetzt alles gut werden
würde.
In der nächsten Zeit kam er öfter mit in die Gemeinde Jesus Treff. Wir waren Jesus-People.
Aber es ging Manfred nicht wirklich gut. Er hatte psychotische Rückfälle. Eines
Tages saß er am Hauptbahnhof allein auf einem Pflanzenkübel und streute sich
immerzu Erde auf den Kopf.
Ich fand das harmlos und begriff nicht, warum er unter solchen Zuständen litt.
Mein damaliger Pastor Achim Schneider nahm mich bei einem Spaziergang beiseite
und sagte: "Was der Manfred jetzt braucht ist Wort Gottes, Wort Gottes,
Wort Gottes!"
Ich bemühte mich daraufhin noch mehr um ihn und bewegte ihn dazu, sich taufen
zu lassen, um die Anrechte der Dämonen abzuschneiden. Auch warnte ich ihn vor
Rockmusik und deren okkulten Wurzeln.
Manfred war Schlagzeuger in der Band Phantasmagoria.
Nach seiner Taufe in der Elim-Gemeinde Hannover, die
ein Taufbecken besaß, wo man Leute mit dem ganzen Körper unter Wasser tauchen
konnte, nahm ich Manfred im Keller der Gemeinde in Empfang, um ihm mit dem
nassen, weißen Taufkleid zu helfen.
Er sah mich an wie Johannes der Täufer und fing an, das Taufkleid an der Brust aufzureissen.
Ich hielt ihn davon ab, daß ganze Kleid kaputtzureissen,
weil es der Christengemeinde Elim gehörte.
Auf mein besorgtes Fragen hin sagte er mir , daß mit
ihm alles in bester Ordnung sei.
Er ging aber bald darauf wieder zum Psychiater und ließ sich Imap spritzen, ein Anti-Psychotikum
mit Langzeit-Wirkung.
Darufhin ging es ihm wieder besser. Ich weiß nicht
mehr, ob ich ihm gesagt hatte, daß er keine Medikamente gegen Psychosen mehr
bräuchte, weil er doch jetzt Jesus gehörte, vielleicht war er auch von allein
auf diesen Gedanken gekommen.
So ging es mit Manfred in der kommenden Zeit auf und ab. Wir wurden enge
Freunde und ich lernte auch seine Lebensgefährtin Barbara kennen, mit der er
ein Kind hatte. Sie war Ärztin.
Eine überaus nette Frau ohne Allüren. Bescheiden und intelligent, voll
menschlicher Wärme.
Sie unterstützte Manfreds neuen Glauben, obwohl sie selbst nicht viel damit
anfangen konnte, meinte aber, daß es für ihn wohl besser wäre in eine gemäßigte
lutherische Gemeinde in ihrem Ort zu gehen, weil unsere Gemeinde ihn zu sehr
"aufregen" würde.
Als Manfred meine Frau und mich in unserer neuen Wohnung einmal besuchte, kam
es zu einer dramatischen Szene.
Es fing alles harmlos an. Wir unterhielten uns über Jesus und den Glauben. Ich
hatte Manfred ein Büchlein von John Osteen
ausgeliehen. Es hieß: Das Wunder ist in Deinem Munde.
Manfred war begeistert von den gewaltigen Möglichkeiten des Gebets im Glauben.
Irgend ein biblischer Held hatte mal den Lauf der
Sonne angehalten, um eine Schlacht beenden zu können.
Als wir im Wohnzimmer zusammen beteten, fing Manfred an, in dieser Richtung zu
beten und rief plötzlich aus, daß er jetzt im Namen Jesus die Welt anhalten
würde.
Wir waren einigermaßen entsetzt und versuchten ihm zu erklären, daß das wohl
keine gute Idee wäre. Er ließ sich beruhigen, war aber innerlich total
aufgewühlt und steigerte sich immer mehr in einen frommen Wahn hinein.
"Du bist Jesus", sagte er zu mir und ich bin der Heilige Geist. Davon
ließ er sich einfach nicht abbringen. Ich telefonierte schnell mit Barbara,
seiner Lebensgefährtin, weil ich völlig ratlos war, wie ich weiter mit Manfred
umgehen sollte.
Während ich noch draußen auf dem Flur telefonierte, kam Manfred durch die Tür
gesprungen, fauchte wie ein Drache und schlug mit den Armen auf und nieder, als
hätte er lederne Drachenflügel, statt Arme. Er blickte wild um sich.
Ich überlegte, ob ich den Dämonen in Manfred gebieten sollte, ihn auf der
Stelle zu verlassen, was möglicherweise funktioniert hätte. Jedoch schlief mein
kleiner Sohn, der noch ein Baby war nebenan im Schlafzimmer und ich hatte
Angst, daß Manfred total ausrasten würde, wenn ich anfing, den Dämonen in ihm
zu gebieten. Man hatte schon von so manchem heißen Tanz gehört, der bei solchen
Gelegenheiten gerne aufgeführt wurde und ich wollte nicht, daß mein Baby
Schaden nimmt.
"Warte es nur ab, Dich kriegen wir auch noch", sagten die Dämonen aus
Manfreds Mund mit höhnischer Stimme. Ich zuckte zusammen. Mir gruselte.
Ich hatte eigentlich Nachtdienst und musste dringend los zum Wohnheim für
Körperbehinderte, hatte aber starke Bedenken, meine Frau und das Baby mit
Manfred allein zu lassen.
Da meine Sylvia auch Krankenschwester ist, schickte ich einfach sie für mich
zur Arbeit und blieb mit Manfred allein.
Ich redete und redete auf ihn ein und versuchte ihn zu beruhigen, aber nichts
half.
In einem lichten Moment sagte er zu mir: "Ralf, ruf einen Krankenwagen, es
hat keinen Zweck! Ich muß in die die Psychiartrie".
Die Männer mit den weißen Jacken kamen bald und nahmen Manfred mit.
Ich
besuchte ihn bald darauf mehrmals im Landeskrankenhaus und war erschrocken über
die großen Krankensäle, wo 12 oder mehr Patienten in einem Raum
zusammengepfercht waren.
Es ging ihm nicht gut, aber er kam bald wieder zu sich.
Über Jesus und den Glauben mochte ich nicht mehr mit ihm sprechen, es sei denn,
der Anstoß dazu kam von ihm.
Viel später, als er schon lange entlassen war und es ihm wieder ganz gut ging,
besuchte Manfred unsere Familie erneut zu hause. Er hatte viele Bilder von sich
dabei und wir durften uns aussuchen, welches uns gefiel. Es war ein schöner
Nachmittag und wir waren erleichtert, daß es ihm wieder gut ging. Er meinte,
daß er einen solch schlimmen Zustand der Psychose nie wieder erleben möchte.
Das verstanden wir jetzt nach dem gemeinsam Erlebten sehr gut.
Wir ahnten nicht, daß es der letzte Besuch von ihm sein würde.
Kurz darauf erhielten wir einen Anruf von Barbara, daß er sich zu hause an
einem Holzbalken erhängt hatte.
Er hatte ein Lächeln im Gesicht, als sie ihn fand.
(1978) Siradj und ich auf unserem kleinen Balkon im Wohnheim
Psychose durch
Gebet und Schlafentzug
Ich wundere mich ein wenig über
mich selbst, daß ich in diesem Monat so produktiv am Bloggen
bin - es macht mir halt Spaß derzeit.
Heute will ich eine kleine Geschichte vom Übertreiben erzählen.
Gebet ist eine gute Sache, wie ich finde. Viel Gebet ist noch besser , dachte ich damals.
Wir hatten häufig größere Konferenzen mit bis zu 350 Besuchern an den offenen
Abenden. Sehr oft waren die verschiedenen Arten des Gebets und der prophetische
Dienst das Thema.
Eine "normale" Abendversammlung konnte schon mal fünf Stunden dauern
- das braucht einiges an Ausdauer für einen Lobpreisleiter, aber auch für die
Sprecher und Teilnehmer.
Während der "Toronto-Welle"
ging es oft heiß her bei uns. Da wurde richtig gefeiert, bis zum Abwinken
gelacht, oder auf dem Boden rumgerollt. Löwengebrüll und Kriegstänze gab es
auch schon mal. Ja wir waren des öfteren regelrecht "betrunken"
vom Heiligen Geist Ich war vollzeitig in einer Schule für Gebet und
Prophetie angestellt, wo ich den Lobpreis leitete und auch als Bibellehrer
fungierte.. Einmal fuhr ich schon fast in Schlangenlinien mit dem Auto
nach Hause und musste den ganzen Weg über nur lachen.
Jedes
Auto und alle Menschen, die ich unterwegs sah, lösten Heiterkeitsstürme bei mir
aus. - Ich war ein "Holy-Ghost-Junkie".
Nach der Versammlung kippte ich aber noch ein bis zwei halbe Liter Weizenbier
in mich hinein und setzte mich vor die Glotze, um "von der Salbung runterzukommen",
weil ich ja am nächsten Morgen wieder auf der Bühne stehen musste. Ich brauchte
meinem Schlaf dringend, denn Konferenzen sind sehr
anstrengend für Lobpreisleiter.
Es gab allerdings einige Bibelschüler bei uns, die noch jung und unverbraucht
waren und die Nächte durchmachten. Nicht mit Weizenbier, um sich abzuregen,
sondern mit Gebet und Weissagen.
Als ich davon hörte, fand ich es ziemlich Klasse, wie hingegeben diese jungen
Leute an den Herrn waren - war es doch auch mein Traum, beständig mit dem Herrn
im Gebet, Lobpreis und Anbetung zusammen zu sein. - Ich will mehr von Dir, Herr
Jesus - war das große Schlagwort damals.
Schüler schenkten uns Mitarbeitern zum Abschied des Trimesters mal ein
Sweatshirt mit dem Aufdruck: More , Lord. Denn das war unser Standardgebet. "Meeeehr Herr"
Die junge Schweizerin Antoinette und ihre Schwester konnten den Hals von
Gebet, Lobpreis und dem Weissagen auch nicht vollkriegen.
Während einer dieser durchbeteten Nächte passierte es dann: Antoinette rastete
völlig aus und ihre Schwester wusste sich nicht mehr zu helfen. Sie rief bei
unseren Leitern an, die sofort unsere beste Gebetskämpferin losschickten um zu
helfen.
Antoinette kroch auf allen Vieren durch die Wohnung und hatte keinerlei
Orientierung mehr. Dabei sah sie nicht glücklich aus, wie die meisten
"Erschlagenen im Geist" sondern verzog das Gesicht zu einer
animalischen Fratze. Unsere Mitarbeiterin konnte ihr auch nicht weiterhelfen
und so kamen der Bibelschulleiter und ich zum Einsatz. Wir brachten sie in die
Notaufnahme der Medizinischen Hochschule. Ihr Geisteszustand war beängstigend
und so wurde sie stationär in die geschlossene Psychiatrie in Kötenwald aufgenommen. Sie murmelte nur unzusammenhängendes
Zeug und gab tierische Laute von sich. Irgendwie schien mir ihr Gebaren
wolfsähnlich zu sein.
Dabei war sie auch teilweise aggressiv und wehrte sich gegen die Medikamente,
die man ihr verabreichen wollte. Durch gutes Zureden meinerseits (sie hatte
offenbar Vertrauen zu mir) schluckte sie endlich ihren Cocktail mit Neuroleptika
und so kam ich irgendwann nachts nach hause.
Man kann wirklich Alles übertreiben!
Nach ca. einer Woche hatte man unsere Bibelschülerin duch Medikamente und Therapie aus dieser psychotischen Episode herausgeholt und sie kam bald wieder zur Bibelschule. Die versprochene Diskussion und Analyse dieses Ereignisses unter uns Mitarbeitern blieb aus. Zuerst hieß es, wir sollten erstmal den Schock über das Erlebte verdauen, um dann später sachlich über die Ursachen dieses Ausrasters reden zu können, was ich erstmal schluckte.
Das Thema wurde aber nie wieder aufgegriffen! Unsere
Bibelschulleitung hatte wohl mit dem Leiter von einer anderen Bibelschule
gesprochen, der verlauten ließ, daß solche Vorkommnisse bei denen auch
mindestens einmal im Jahr vorkämen. Das wären eben Menschen mit einem latenten
Hang zur Psychose (oder Besessenheit), die unter der verschärften Gegenwart
Gottes zum Ausbruch käme, wenn die Leute nicht mit Sünde oder okkulten
Belastungen in ihrem Leben aufräumten.
Schuld hatten selbstverständlich die Kranken selbst - mit der Glaubenspraxis
auf der Bibelschule hatte das selbstredend nicht das geringste
zu tun! Denn wir waren ja völlig im Strom des heiligen Geistes und von ihm
geführt und geleitet.
Ich habe mich später oft gefragt, was aus Antoinette wohl geworden ist und ob
es ihr gut geht. Denn bei manchen Menschen (selten) bleibt es nicht bei einer psychotischen
"Episode", sondern, die Anfälle kommen wieder und werden
chronisch.
Evangelist
Rudi Tetzlaff nahm uns 1978 mit nach Blekendorf
im Kreis Ostholstein. Einige junge Erwachsene aus der Gemeinde "Jesus
Treff" in Hannover wollten in diesem Gebiet missionieren gehen - von Haus
zu Haus, am Strand und in der evangelischen Kirche, wo wir Gottesdienste mitgestalteten. Träger dieser evangelistischen
Abenteuerreise war die AJH.
Es ging nicht darum, Menschen für eine bestimmte Frei/Kirche anzuwerben,
sondern sie mit dem Glauben an Jesus Christus und die Bibel bekannt zu machen.
Ein guter Ansatz - wir kamen mit vielen Menschen an der Haustür ins Gespräch.
Und Rudi war anscheinend schwer in Ordnung.
Unsere Missionsbasis, in der wir wohnten hatte es allerdings in sich: Das
Seelsorgehaus der "Central Mission" in Blekendorf.
Autoritärer Leiter dieses Missionswerks war Gottfried
Eisenhut,
ein kauziger Typ, der von sich selbst sagte: Ich bin es gewohnt zu befehlen!
Als ich diese Worte hörte, wollte ich eigentlich wieder nach Hause fahren, rang
mich aber zum Bleiben durch.
Das große Thema in den täglichen Andachten und Gesprächen mit den Mitarbeitern
war der Teufel und die Dämonen. In diesem Haus gab es Dauergäste, welche zur
Seelsorge-Kur kamen. Diese "Seelsorge" bestand offenbar hauptsächlich
aus der Austreibung von Dämonen, die in buchstäblich jedem Menschen vermutet
wurden. Zitat von einem Mitarbeiter und Seelsorgehelfer: "Ich glaube
ich bin selbst noch nicht völlig frei. Bei mir sitzt immer noch einer
drin!"
Für den Exorzismus gab es eine kleine Dachkammer in einem Häuschen, in dem wir
unsere strategischen Treffen abhielten und zusammen beteten.
Über unseren Köpfen hörten wir schön laut, wie Menschen mit Donnerstimme
befahlen: Satan ich befehle Dir, diesen Menschen jetzt zu verlassen! In den
Abgrund mit dir, in den AAAAAbgruund!
Diese Exorzismen konnten sich über Stunden hinziehen und erinnerten mich
irgendwie an die Stimmung aus dem Film Rosemaries Baby. Es war
ziemlich gruselig und nicht im Kino, sondern hautnah.
Die "Seelsorgeopfer" wirkten in keinster
Weise irgendwie befreit. Einige waren offensichtlich schwerstens
psychisch krank und liefen in Haus und Garten umher wie Zombies. Fast jeder in
der Mitgereisten Gruppe fing sich nach einiger Zeit an zu fragen, ob womöglich
"auch noch einer" (gemeint war ein Dämon) in mir drinsteckt. Die Athmosphäre in dem Haus war für viele außerordentlich
bedrückend. Wir fixierten uns nicht mehr auf Gott und die erlösende Botschaft
von Jesus, sondern dachten fast nur noch an Dämonen und Mächte der Finsternis.
Beim gemeinsamen Essen spürte ich regelmässig einen
extremen Druck und Schmerz im Magen und hatte Angst, daß es ein Dämon sein
könnte. Das Angebot für eine Teufelsaustreibung stand regelmäßig im Raum und
Rudi meinte, das könne doch keinem Schaden. Ich und andere waren da ganz
anderer Meinung, wenn wir die "Therapierten"
anschauten. Wir begannen, uns vor der Dachkammer zu fürchten und beschlossen,
daß uns da keine zehn Pferde hineinbrächten.
Weil der psychische Druck in dieser Situation immer stärker wurde, riefen wir
schließlich bei Achim Schneider, unserem Gemeindeleiter in Hannover an und
schilderten ihm die Lage. Er riet uns sofort nach Hause zu fahren, was Susi
wörtlich nahm und zu ihrer Famile nach Bremen fuhr.
Sie war von uns allem am meisten durcheinander und völlig von der Rolle. Als
ehemaliger Junkie war der altbekannte Weg zur Drogenscene
nicht weit. Sie baute einen schweren Rückfall zum Heroin, kam aber später gottseidank wieder davon los.
Wir anderen hielten zwar bis zum Schluß durch, kamen
aber seelisch ziemlich abgewrackt wieder nach Hause. Meine Magenschmerzen
hielten an und wurden schlimmer. Der Internist, den ich aufsuchte, stellte ein
Magengeschwür fest und schrieb mich erstmal für 7 Wochen krank.
Es dauerte Monate, bis ich mich vom Trauma Blekendorf
erholte. Und Rudi mochte mich seitdem nicht mehr.
Als Spätfolge des ganzen Dramas nahm ich ab diesem Zeitpunkt immer mehr zu,
weil mir der Arzt geraten hatte fünf (kleine) Mahlzeiten am Tag zu essen. So
gewöhnte ich mir an ständig kleine Häppchen zwischendurch zu essen um den Magen
zu schonen. Von dieser Gewohnheit kam ich bis heute nie mehr los und es
schädigte meine Gesundheit auf Dauer in schwerer Weise.
Im Moment mache ich wieder mal einen neuen Versuch, meine Essgewohnheiten zu
verändern und habe mit Erfolg ein paar Kilo abgehungert.
Also Hände weg von selbsternannten Seelsorgern und Laien
ohne gute Ausbildung im Bereich Seelsorge und Psychotherapie! Was ich
damals 1978 in Blekendorf erlebte würde ich heute als
christlich getarnte Form des Satanismus und hochgefährlichen Psychoschwachsinn
bezeichnen.